Winfried Sobottka und die Presse IV

http://www.derwesten.de/staedte/luenen/Rebell-auf-Anklagebank-will-Fahrgeld-zurueck-id3527055.html

Rebell auf Anklagebank will Fahrgeld zurück

Lünen, 11.08.2010, DerWesten

Foto: Franz Luthe Landgericht, Symbolfoto und Außenansicht März 2009 ## Symbolbild ## Lünen. Die Richter der 36- Großen Strafkammer des Dortmunder Landgerichtes hatten morgens noch nicht einmal Platz genommen, da legte Winfried S. auf der Anklagebank schon los. Der 52-Jährige aus Brambauer, der seit Jahren im Internet Vertreter aus Politik, Justiz und Medien auf das Übelste beleidigt und dazu aufruft, sie zu töten und zudem wegen Volksverhetzung angeklagt ist, konfrontierte das Gericht gleich zu Beginn mit einer Flut von Beweisanträgen.

Zum einen lehnte er jenen Psychiater, der ihn am Nachmittag des letzten Verhandlungstag untersucht hat, wegen Besorgnis der Befangenheit ab. Soll jener renommierte Fachmann doch seine detailierte Schilderung, warum seiner Überzeugung nach im Mordfall der 15-jährigen Nadine aus Wetter ein Unschuldiger hinter Gitter sitzt, nicht die rechte Aufmerksamkeit geschenkt haben. Zum anderen beantragte er die Erstattung seiner Fahrtkosten von Lünen zum Landgericht Dortmund. „Ich bin schließlich Hartz-IV-Empfänger.“ Und nach der Zeugenvernehmung aller Polizisten, da müsse der Prozess auf jeden Fall erst einmal mal für einige Zeit unterbrochen werden. „Ich werde danach zu erschöpft sein, mein Blutdruck ist jetzt schon hoch.“

„Nun setzen Sie sich doch einfach mal in Ruhe hin“

Was kein Wunder sein dürfte, bringt Bewegung doch das Blut in Wallung: Als gestern eine Kriminalbeamtin zu der turbulenten Wohnungsdurchsuchung des Mannes aus Brambauer im Dezember 2007 aussagte, musste der Vertreter der Staatsanwaltschaft Winfried S. immer wieder ermahnen: „Nun setzten Sie sich doch einfach mal in Ruhe hin.“ Immer wieder eilte er nach vorne zur Richterbank, wo sich die Kammer mit diversen Fotos beschäftigte. Fotos aus den Ermittlungsakten sowie auch einem Stapel von Wohnungsfotos, die der Angeklagte aus seinem Privatfundus mitgebracht hatte. Letzere hatte Winfried S. schon vor Verhandlungsbeginn eifrig im Saal herumgezeigt. Beim Fluchtversuch aus dem Fenster floss Blut

Immer wieder meldete er sich dazwischen, als jene Kripo-Beamtin den Einsatz Revue passieren ließ. Damals, als er die engagierte Polizistin fast die Treppe heruntergestoßen hätte. Und sich durch ein Fenster zwängen wollte, das dabei zerbrach. Winfried S. verletzte sich an den Händen, das ganze Treppenhaus war laut Polizeibericht voller Blutflecken. „Ich habe um Hilfe geschrien, weil ich vor nichts mehr Angst habe als davor, ohne Zeugen mit Polizisten zusammen zu sein“, meinte Winfried S. jetzt im Prozess. Bei der Wohnungsdurchsuchung, so die Beamtin, habe Winfried S. vor allem Angst vor folgendem gehabt: „vor einer Zwangseinweisung“. Nach einem Aufenthalt in der Westfälischen Klinik für Psychiatrie in Dortmund-Aplerbeck wurde S. nach einigen Tagen wieder entlassen. Der Prozess geht noch weiter, ein Urteilstermin ist bisher nicht bekannt.

Da muß der Irre ja so aufgeregt rumgehampelt haben, wie ein Suppenhuhn auf Extasy. Und sein Fahrgeld wollte der große Prozeßstratege dann auch noch zurück haben. Wahrscheinlich hat er seine paar blauen Flecken präsentiert:

HIer ist der Irre doch nach einem Angriff auf eine Polizistin recht glimpflich davongekommen. In den USA hätte man ihn windelweich geschlagen, was er sich auch redlich verdient hatte.

Der Eindruck, den er mit seinem Gezappel bei Gericht hinterlassen haben dürfte, sollte eigentlich schon für die Klapse gereicht haben …

Das dürfte der letzte Bericht über den Prozess, bis zur Urteilsverkündung, sein. Selbst die Lokalpresse zeigt schon kein Interesse mehr an dem „Staatsfeind #1“

Sobottka ist eben der Versager, im Kleinen, im Großen, in allem.

Ein irrationaler Mensch kann nicht rational überzeugt oder unter Druck gesetzt werden.

Oscar Wilde

 

Tick tack tick tack tick tack tick tack

 

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