Winfried Sobottka und die Presse III

http://www.derwesten.de/staedte/luenen/Angeklagter-legt-sich-mit-Juristen-an-id3438102.html

Dortmunder Landgericht :

Angeklagter legt sich mit Juristen an

Lünen, 06.08.2010, Kathrin Melliwa

Lünen/Dortmund. Mit Beleidigungen überschüttet ein 52-Jähriger aus Brambauer im Internet Juristen, Politiker und Journalisten. Auch im Dortmunder Landgericht ging er auf Konfrontation und verkündete, zu jedem Anklagepunkt gegen ihn einen Beweisantrag zu stellen.

„Satanist“ ist sein Lieblingsausdruck. Und „perverse Rechtsbrecher“. Das sind noch vergleichsweise harmlose Beleidigungen, die ein 52-jähriger Mann aus Brambauer geradezu kübelweise im Internet über Juristen, Politiker und Journalisten auskippt. Im Dortmunder Landgericht verkündete er gestern, zu jedem Anklagepunkt einen Beweisantrag zu stellen.

Die Liste der Vorwürfe ist lang

Sollte der 52-Jährige dies wahr machen, wird sich der Prozess hinziehen. Denn die Liste der Vorwürfe ist nur schwer zu überschauen. Verleumdung, Beleidigung, öffentliche Anstiftung zur Straftat, Volksverhetzung. Auf eines legt der Angeklagte, der seine Antrittsrede vor Gericht „mit anarchistischen Grüßen“ beendete, allerdings Wert: Morddrohungen seien von ihm nie ausgesprochen worden. Und deshalb, so sagt er sehr bestimmt mit erhobenem Zeigefinger, sollten sich die anwesenden Pressevertreter vorsehen: „Wenn ich das noch mal lese, werde ich im Internet gegen Sie vorgehen.“ Oder Flugblätter verteilen.

Politiker „in einem Fass voller Jauche ertränken“

Und die von ihm im Jahr 2007 ins Netz gesetzten Beiträge, die der Vorsitzende Richter Helmut Hackmann vorlas? Die Aufforderung, Bundespolitiker „in einem Fass voller Jauche zu ertränken“ und die „Einzelteile in einem Spaßmobil durch Deutschland zu fahren?“ Winfried S. hörte sich all das interessiert an, wirft ab und zu den Kopf in den Nacken, lacht – und schreibt, was das Zeug hält. Zu den Zeugen, die jetzt in Dortmund gehört werden, gehört auch jener Richter des Amtsgerichtes, der ihn im Mai 2007 wegen ähnlicher Taten zu einer Geldstrafe in Höhe von 975 Euro verurteilt hatte.

Angebliches Fehlurteil ist der Grund für den Hass gegen die Justiz

Der Grund für den Hass des 52-Jährigen, für seine unsäglichen Bedrohungen: ein „schweres Fehlurteil“ der Justiz. Bis heute bleibt er dabei, dass der Mörder der 15-jährigen Nadine aus Wetter zu Unrecht im Gefängnis sitzt. Am Nachmittag des gestrigen Verhandlungstages, so stellte der Angeklagte zumindest noch morgens in Aussicht, wollte er sich entgegen anfänglicher Widerstände psychiatrisch untersuchen lassen.

Der Geisteskranke tritt nicht nur in Fettnäpfchen, sondern in Fettfässer. Restlos alles, was er von sich gibt, bestätigt die Diagnose des Psychiaters Dr. Lasar. Wenn er bei Gericht noch lacht, beweist das, dass er den Ernst der Lage noch nicht erkannt hat. Anscheinend lässt ihn Richter Hackmann gewähren. Einem normalen Menschen bekäme Lachen vor Gericht nicht gut. Seine fortwährenden Drohungen bringen ihn bestimmt auch nicht weiter.

Interessant sind aber die Kommentare. Drogen-Eggert musste natürlich seinen Künstlerwahn wieder veröffentlichen. Bemerkenswert ist auch der Beitrag des wahnhaft Gestörten, den ich hier mal wiedergebe:

Diejenigen, die meinen, dass ich Angst hätte, muss ich enttäuschen. Diejenigen, die meinen, dass ich weggesperrt würde, muss ich auch enttäuschen. Schon am 13. August hätte ich einen Deal machen können, bei dem es nur eine Bewährunsstrafe gegeben hätte. Von einer Einweisung in die Psychiatrie träumt selbst die StA nicht mehr, nebenbei bemerkt.
Der Prozess wird noch sehr interessant werden, ich würde mich über ob objektive Berichterstattung sehr freuen.

#46 von Winfried Sobottka , am 24.08.2010 um 19:29
 
Warum sollte die Staatsanwaltschaft auf einen Deal eingehen? Dazu müsste Wahnfried etwas bieten können. Die Beweislage ist aber so eindeutig, dass für einen Deal kein Raum bleibt. Er ist angeklagt wegen Aufrufen zu Gewalt, wobei es unwesentlich ist, ob da was in die Tat umgesetzt wurde. Da der Irre ganz offensichtlich schuldunfähig ist, bleibt nur die Einweisung.
Die Berichterstattung ist objektiv und spiegelt genau das wider, wie man den Irren. aus dem Internet kennt. Nach der Schlacht werden die Toten gezählt. Aus der Falle kommt er nicht mehr raus und wenn er verkündet, keine Angst zu haben, belügt er sich selber.

Ein irrationaler Mensch kann nicht rational überzeugt oder unter Druck gesetzt werden.

Oscar Wilde

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